Was ist neu?
Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG) bewerten, wenn das fertig
errichtete Gebäude die Luftdichtheitskriterien nach EnEV 2009 nicht erfüllt
- Wie muss die Lüftungsanlage in diesem Fall bilanziert werden? Wird die gesamte
Lüftungsanlage mit WRG auf Grund der EnEV2009-Vorgaben an die Luftdichtigkeit
aus der Berechnung exkludiert, oder wird nur der Wärmerückgewinnungsgrad nicht
in Ansatz gebracht und die Hilfsenergien weiterhin bilanziert? Welche
Luftwechselrate wird in dieser Situation angesetzt? Welche sonstigen Probleme
ergeben sich für die Nachweisführung?
Wärmeschutz-Anforderungen der EnEV 2009 an die Außenhülle von kleinen
Nichtwohngebäuden - Es handelt sich um ein Technikgebäude für die
Elektroschaltschränke. Das Gebäude hat einen Grundriss von 6 Meter (m) Breite
und 6 m Länge und ist 3,50 m hoch mit Flachdach. Der Boden gegen das Erdreich
ist ungedämmt. Die EnEV 2009 erlaubt für kleine Nichtwohngebäude
ungedämmte Decken gegen das Erdreich. Es stellt sich die Frage ob der
höchstzulässige U-Mittelwert von 0,50 W/(m²K) aller opaken Außenbauteile auch
für kleine Nichtwohngebäude nicht überschritten werden darf.
DIBt: 16. Staffel der offiziellen Auslegungen
zur EnEV 2009:
Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) im April die folgenden neuen
Auslegungen zur EnEV 2009 veröffentlicht:
- Primärenergiefaktoren bei Wärmeversorgungsnetzen
(Auslegung zu § 3 Absatz 3 i. V. m. Anlage 1 Nr.
2.1.1 und 2.1.2 sowie zu § 4 Absatz 3 i. V. m. Anlage 2 Nr.
2.1.1)
- Definition "Erweiterung und Ausbau um beheizte oder gekühlte Räume"
(Auslegung zu § 9 Absatz 4 und 5)
Wärmeschutz-Anforderungen bei der Sanierung von Außenwänden von
denkmalgeschützten Gebäuden
oder von sonstiger, erhaltenswerter Bausubstanz - Die Energieeinsparverordnung
(EnEV 2009) fordert für die Innendämmungen einen Wärmedurchgangskoeffizienten
(U-Wert) von 0,35 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. (W/m²∙K). Fachwerkwände
müssen einen U-Wert von 0,84 W/m²∙K einhalten. Die KfW-Bank fördert seit Anfang
April 2012 den Einbau von Innendämmungen in Baudenkmalen und in erhaltenswerter
Bausubstanz, wenn sie einen U-Wert von 0,45 W/m²∙K einhalten! Worauf beziehen
sich die Anforderungen der EnEV 2009 zur Innendämmung? Was fordert die EnEV 2009
bei der Sanierung von Baudenkmälern?
Nachweisführung nach EnEV für Nicht-Wohngebäude, bei Erweiterung über 100 m²
ohne Anlagenaustausch -
Ein Diplomingenieur führt den Nachweis gemäß
Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) für den großflächigen Anbau eines
bestehenden Autohauses. Der Erweiterungsbau soll an die vorhandene
Heizungstechnik, angeschlossen werden. Im Zuge der geplanten
Erweiterungsbaumaßnahme ist der Nachweis gemäß EnEV 2009 zu führen. Es fragt
sich wie der Nachweis gemäß EnEV 2009 zu führen ist und ob der Anbau auch das
geltende Erneuerbar-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011) erfüllen muss.
Anlagenbewertung für neues Wohngebäude als Anbau errichtet an Bestand mit
Flächenheizung, Heizkörpern und abweichenden Systemtemperaturen -
Ein Fachplaner für Haustechnik ist in die Planung des neuen
Wohngebäudes als Anbau an ein bestehendes Gebäude eingebunden. Er soll den
Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) führen. Es handelt sich um
ein neues Einfamilienhaus, welches geplant wird und gebaut werden soll. Dieser
Neubau ist ein Anbau an ein bestehendes Wohnhaus, dessen Anlagentechnik bei
dieser Gelegenheit auch modernisiert wird. Die Wärmeübergabe soll teilweise über
Flächenheizung sowie teilweises über Heizkörper erfolgen. Die System-Temperatur
weicht von den Angaben in der DIN V 4701, Teil 10 ab - beispielsweise 45/35
statt 55/45 oder 35/28. Es stellt sich die Frage, wie die Heizungsanlage für die
Berechnung des EnEV-Nachweises bewertet wird.
EnEV-Nachweis für neues Wohnhaus: DIN 4108-6 / DIN 4701-10 anwenden bei genauen
Rohrnetzlängen für Heizwärme- und Warmwasserverteilung -
muss die Planerin das Referenzgebäude in diesem
Fall auch mit den "kürzeren" Rohrleitungslängen des tatsächlichen Gebäudes
berechnen, dass heißt, die vom Programm erzeugte Referenzberechnung korrigieren?
Oder ist es bei der Nachweis-Ausstellung erlaubt sich bei der Berechnung diesen
Vorteil zunutze zu machen?
EnEV-Nachweis für neuen Lebensmittelmarkt größtenteils mit industrieller Abwärme
aus Kälteanlage beheizt - Der Großteil der Beheizung - ca.60 Prozent (%)
– soll über die industrielle Abwärme der Kälteanlage für die Kühlräume erfolgen.
Der restliche Heizwärmebedarf soll über zwei Luftwärmepumpenverdampfer gedeckt
werden. Für die Berücksichtigung der industriellen Abwärme hat die Planerin
keine Angaben zu dem Primärenergiefaktor gefunden. Welchen Primärenergiefaktor
muss die Planerin bei der Nachweis-Berechnung für die Beheizung durch
industrielle Abwärme berücksichtigen?
EnEV-Nachweis für neues Fachmarktzentrum mit Rampen- und Dachrinnenheizung als
Frostschutz - Eine Architektin erstellt für ein neues Fachmarktzentrum
den Energieausweis als Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009).
Dabei wendet sie auch die Normenreihe DIN V 18599 (Energetische Bewertung von
Gebäuden) an. Der Bauherr wünscht, dass die Rampe zum Parkdeck des Zentrums und
die Dachrinnen frostfrei bleiben, d.h. dass sie bei Bedarf beheizt werden. Es
stellt sich die Frage, ob und wie der Heizwärmebedarf für diese
Frostschutzeinrichtungen – Rampen- und Dachrinnenheizung – in die Energiebilanz
für den EnEV-Nachweis mit einfließen und wie diese Techniken gegebenenfalls in
die Berechungen nach DIN V 18599 einzugeben sind.
Energieausweis für drei neue Mehrfamilienhäuser mit gemeinsamer Heizung im
mittleren Wohnhaus erstellen - Die drei Wohngebäude sind dabei als
Reihenhäuser zu betrachten. Ihre Trennwände stehen etwas versetzt zueinander.
Die Kellergeschosse sind beheizt und sollen teilweise zu Wohnzwecken genutzt
werden. Im Kellergeschoss des mittleren Wohngebäudes ist die gemeinsame Heizung
und Warmwassererwärmung installiert. Sie umfasst eine Sole-/Wasser-Wärmepumpe,
eine Solaranlage sowie einen Gas-Brennwertkessel für die Spitzenlasten. Es
stellt sich die Frage, wie diese Anlagentechnik in den Berechnungen für den
Energieausweis berücksichtigt wird.
Wohnhaus Baujahr 1987 mit Ytong-Außenwänden energetisch sanieren mit
wirtschaftlichen Maßnahmen - Der Putz ist stellenweise gerissen,
löchrig, oder bröckelt ab. Die Holzprofile sind stark verwittert und ein Drittel
davon weist hässliche Spuren von einer Efeu-Pflanze auf. Nach den Berechnungen
unseres Fragestellers müsste er eine 10 cm dicke Dämmschicht in die Außenwände
einplanen um die Anforderungen der EnEV 2009 zu erreichen. Die Investition für
die gesamten Sanierungsmaßnahmen würde sich auf 40.000 Euro belaufen. Es stellt
sich die Frage ob der Fachmann aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen in diesem
Fall die EnEV-Vorgaben nicht umgehen kann oder ob ihm ein Bußgeld droht, wenn er
den geforderten Wärmeschutz nicht erreicht.
Einfamilienhaus – Kellerdecke und Außenwände bei Sanierung zum
KfW-Energieeffizienzhaus dämmen - Ist es zulässig die Kellerdecke und
die Außenwand des Bestandsgebäudes jeweils weniger zu dämmen als es die EnEV
fordert, wenn das sanierte Wohnhaus trotzdem den angestrebten Standard eines
KfW-Effizienzhauses erreicht? Muss der Planer diese Ausnahme speziell begründen?
Welche Angaben und Erklärungen müsste in diesem Fall die Unternehmererklärung
gemäß § 26a (Private Nachweise) umfassen?
Der Unterschied zwischen „Dachflächenfenster“ und „Glasdach“ in Gebäuden im
Sinne der EnEV 2009 - Unserem Fragesteller fiel auf, dass der
Unterschied zwischen „Dachflächenfenster“ und „Glasdach“ weder in der EnEV
selbst, noch in den offiziellen Auslegungen definiert ist. Es stellt sich die
Frage wie „Dachflächenfenster“ von „Glasdächern“ im Sinne der EnEV zu
unterscheiden sind – sowohl für die Ausführung des Referenzgebäudes, als auch
für die Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) bei erstmaligem
Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen im Bestand.
Lichtemittierende Dioden - LED-Leuchtmittel - als Beleuchtung im EnEV-Nachweis
für Nichtwohnbau - Ein Diplomingenieur erstellt für Nichtwohngebäude
auch Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Er bearbeitet
häufig Bauvorhaben bei denen diese Bauten durch LED-Leuchtmittel beleuchtet
werden. Die DIN V 18599 (Energiebewertung von Gebäuden), Teil 4 (Nutz- und
Endenergiebedarf für Beleuchtung) sieht diesen Lampentyp jedoch nicht vor und
die EnEV-Software - mit der unser Fragesteller arbeitet - erlaubt ihm auch nicht
den Lampentyp manuell einzugeben. Es stellt sich die Fragen welcher Lampentyp
der Planer in der energetischen Bilanzierung nach DIN V 18599 vergleichend
angeben könnte, um einen realistischen Ansatz zu gewährleisten.
EnEV-Nachweise für Wohnhaus-Erweiterungen: Anbau mit offener Diele und Bad zum
Bestandsbau; Dachaufstockung mit offenem Treppenhaus zum Altbau - Für
die Nachweis-Berechnungen muss der Fachmann die Systemgrenze zwischen dem neuen
und dem bestehenden Gebäudeteil berücksichtigen. In den beiden Fällen entsteht
jedoch durch die Erweiterung auch ein Raumverbund, der sich sowohl über den
alten als auch den neuen Gebäudeteil erstreckt: bei dem Anbau ist es die Diele
und das Bad und bei der Dachaufstockung ist es das offene Treppenhaus. Es stellt
sich die Frage wie in diesen beiden Fällen die Systemgrenze für die
Nachweis-Berechnungen verläuft.
Anlagentechnik des Referenzgebäudes für Warmwasser bei Nachweis-Berechnung für
KfW-Effizienzhaus 100 - Der Auftraggeber möchte die bestehende
Wärmepumpe für die Erwärmung des Trinkwassers (TWW-Wärmepumpe) im Wohnhaus auch
weiterhin nutzen. Das Referenz-Wohngebäude gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV
2009) sieht jedoch für die Erwärmung des Trinkwassers (Zeile 6) keine
TWW-Wärmepumpe vor. Es stellt sich die Frage, mit welchen Angaben der Fachmann
den Primärenergiebedarf berechnen soll.
Normgerechtes Lüftungskonzept und Wohnungslüftung für energetische Sanierung zum
KfW-Effizienzhaus -
Zu den technischen Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses gehören auch
„…spezielle Detailplanungen, insbesondere Luftdichtheitskonzept und
Lüftungskonzept beim Einbau einer Lüftungsanlage…“ Als relevante Norm für die
Ausarbeitung eines Lüftungskonzeptes gilt die DIN 1946-6 (Wohnungslüftung).
Für die Ausarbeitung des Lüftungskonzeptes nutzt unser Fragesteller eine
spezielle Software. Es stellt sich die Frage, ob nur ein Vollgeschoss als Höhe
gilt oder ob die Giebelhöhe berücksichtigt wird.
Bürogebäude, Lager- und Produktionshalle sanieren: Anforderungen der EnEV und
des EEWärmeG erfüllen -
Die baulichen Sanierungsmaßnahmen betreffen sowohl die Fenster als
auch die Dächer des Baukomplexes. Die Anlagentechnik soll durch einen neuen
Ölbrenner saniert werden sowie durch die Dämmung der Heizverteil-Leitungen und
der Regelung durch Thermostate und Nachtabsenkung. Es stellt sich die Frage,
welche Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und des
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011) bei dieser Sanierung greifen.
Geltende EnEV-Fassung bei baugenehmigungsfreier Montage eines Wintergartens im
Wohnbestand - Am 5. und 6. November 2009 montierte das Bauunternehmen
die Elemente und erstellte somit den Wintergarten. Inzwischen war am 1. Oktober
2009 die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) in Kraft getreten. Sie
fordert besser gedämmte Außenbauteile bei Änderungen im Bestand, als die
vorhergehende EnEV 2007. Der Kunde bezweifelt inzwischen, ob der Wärmeschutz der
Wintergarten-Elemente den EnEV-Vorgaben entspricht. Es stellt sich die Frage
welche EnEV-Fassung in diesem Fall gilt.
Wandkopf einer Wohnungstrennwand in Neubau planen im Hinblick auf den Wärme-,
Brand- und Schallschutz - Ein Diplomingenieur begleitet den Bau eines
neu zu errichtenden Wohnhauses und soll auch den Energieausweis als Nachweis
gemäß EnEV 2009 erstellen. Im Hinblick auf den Brandschutz sollen die Schalen
einer zweischaligen Wohnungstrennwand bis unter die Dachhaut geführt werden.
Dadurch entstünde jedoch aus der Sicht unseres Fragestellers eine Wärmebrücke,
die zu Schimmelbildung beispielsweise im Bad unter der Dachschräge führen
könnte. Es stellt sich die Frage wie der Wandkopf einer zweischaligen
Wohnungstrennwand im Hinblick auf Brandschutz-, Schallschutz- und
Wärmeschutzvorschriften auszubilden ist.
Primärenergiefaktor für Biomethan (Bioerdgas) bei Fern-/Nahwärmebezug durch
Contracting-Anlagen - Kann bei der Berechnung des Primärenergiebedarfes
gemäß EnEV 2009 der zertifizierte Primärenergiefaktor des Fernwärme-Versorgers
bzw. Contractors verwendet werden, auch wenn bei diesem für Biomethan der fp
-Wert 0,5 angesetzt wurde? Oder gelten im Umkehrschluss die Sätze 3 - 5 der
Nummer 2.1.1 in Anlage 1 der EnEV 2009 nur für diejenigen Anlagen, die vom
Bauherrn betrieben werden?
Bürocontainer als Rückbaumaßnahme einer Hochschule – Anforderungen des
EEWärmegesetzes 2011 - Die Beheizung der Bürocontainer erfolgt über eine
Gasheizung. Die zurzeit gültige EnEV 2009 wird von diesen Bürocontainern
erfüllt. Die Gesamtfläche der Bürocontainer beträgt erheblich mehr als 50
Quadratmeter (m²). Es stellt sich die Frage ob die Container unter das
Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011) fallen angesichts der Tatsache,
dass sie dazu bestimmt, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden, jedoch
länger als zwei Jahre genutzt werden.
Praxishilfen zu den
Nachrüstpflichten nach EnEV 2009 im Baubestand - Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) fordert im
§ 10 (Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden), dass die Eigentümer
von Bestandsbauten ggf. ihre alte Heizungen ersetzen, die warmen
Leitungen dämmen, Regler installieren und die ungedämmten
Decken über den beheizten Räumen dämmen oder die darüber
liegenden ungedämmten Dächer zu dämmen. Die betroffenen
Eigentümer müssen dabei auch die Fristen einhalten, welche die EnEV für sie
verbindlich festsetzt. In EnEV-online finden Sie dazu vielfältige Praxishilfen.

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