Energieausweis und EnEV 2009

. EnEV 2009 + Energieausweis: Energieeinsparverordnung anwenden
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EnEV 2009 in Kraft: Seit 1. Oktober 2009 gilt bundesweit die neue, verschärfte EnEV 2009.
Sie hat die EnEV 2007 abgelöst. Was ist neu und was ändert sich durch die EnEV 2009? Welche Geldstrafe droht, wenn Fachleute oder ihre Kunden sie missachten? Welche EnEV gilt für Ihr Vorhaben? Lesen Sie die Antworten auf Fragen zur EnEV 2009, EnEV 2007, EnEV 2004.


Was ist neu?

Gasbetriebene Wärmepumpe im EnEV-Nachweis für neu geplantes Wohn- und Nichtwohngebäude berücksichtigen - Eine Diplomingenieurin soll für ein neues Mehrfamilienhaus den Nachweis nach EnEV 2009 führen. Dieses wird durch die KfW-Bank als KfW-Effizienzhaus 70 finanziell gefördert. Der Neubau wird mit einer gasbetriebenen Kompressionswärmepumpe Luft-Wasser ausgestattet. Die Fachfrau hat nur sehr spärliche Informationen dazu gefunden, wie man eine solche Wärmepumpe in den Energie-Nachweis-Berechnungen berücksichtigen kann. Es stellt sich die Frage wie man diese Anlagentechnik im Nachweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 berücksichtigt und wie diese Problematik für Nichtwohngebäude gelöst wird.

Denkmalgeschützte Reiterhalle und Stall in Wohnungen und Büros umnutzen nach EnEV 2009 und EnEV 2014 - Wie kann, bzw. muss der EnEV-Nachweis für beide Bereiche geführt werden? Ist der Nachweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 überhaupt möglich? Wie ist mit den Auflagen des Denkmalschutzes zu verfahren, die eine Innendämmung nicht verbieten, diese aber vom Bauherrn nicht gewünscht ist? Wie kann sich der Planer in diesem Fall haftungsrechtlich absichern?

Fußbodenheizung mit Wärmepumpe regeln in Mehrfamilienhaus - Nach EnEV 2009, § 14 (Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen), Absatz 2 müssen heizungstechnische Anlagen mit Wasser als Wärmträger raumweise geregelt werden. Gilt diese Anforderung auch bei Propan als Wärmeträger? Die Verordnung erlaubt lediglich bei Einzelheizgeräten eine Ausnahme von dieser Regel. Dieses trifft im vorliegenden Praxisfall aus Sicht der Fragestellerin nicht zu. Würde es den Sinn des §14 (2) nicht vollkommen torpedieren, wenn Propan als Wärmeträger nicht auch dieser Anforderung – der raumweisen Regelung - unterliegt?

Photovoltaik-Anlagen für neue erbaute Wohnhäuser nach EEWärmeG 2011 sowie im Nachweis nach EnEV 2009 und 2014 berücksichtigen - Ein Bauingenieur hat den Auftrag erhalten für neu erbaute Wohnhäuser jeweils den EnEV-Nachweis und den Nachweis für den Antrag für eine finanzielle Förderungen durch die KfW im Rahmen des Programms „Energieeffizient Bauen“ zu führen. Die Wohnhäuser werden jeweils ausgestattet mit Brennwertkessel für die Beheizung sowie mit Elektro-Speichergerät für die Trinkwasser-Erwärmung. Zusätzlich wird auch eine Photovoltaikanlage - vorrangig zum Eigenverbrauch – eingesetzt. Es stellt sich die Frage wie der Ertrag der Photovoltaik-Anlage nach EnEV 2009 und EnEV 2014 im EnEV-Nachweis angerechnet wird.

EnEV-Nachweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 führen für neuen Bungalow mit kaltem Spitzboden - Kann bei der Betrachtung der Dampfdiffusion davon ausgegangen werden, dass im Spitzboden ohne separate Lüftungsöffnungen trotz der vorhandenen Unterspannbahn ein ausreichender Luftaustausch für die Dämmung in Deckenebene erfolgt? Ist wegen der relativ dichten Unterspannbahn, der Luftaustausch für auftretendes Tauwasser in der Decke über dem Erdgeschoss EG (zum Spitzboden) ausreichend?

Häuser aus Porenbeton: Antworten auf drei Fragen von Auftraggebern: Neuer Putz mit Armierung für Wohnhaus Baujahr 2005 erfordert keine zusätzliche Dämmung; Neues, massives Wohnhaus ohne zusätzliche Wärmedämmung der Fassade planen und bauen; Massive Abschlusswand für einen Wintergarten errichten

Gemeinsame Tiefgarage im EnEV-Nachweis für neue Wohngebäude nach EnEV 2009 / EnEV 2014 berücksichtigen - Ein Bauingenieur plant eine neue Wohnanlage und erstellt den öffentlich-rechtlichen Nachweis nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und für den Antrag zur finanziellen Förderung als KfW-Effizienzhaus. Bei der Berechnung für die gemeinsame Tiefgarage stellt sich die Frage ob diese mit den Randbedingungen für unbeheizte Räume oder als "Außenluft" anzusetzen sind.

Gemeinsame Heizung für drei Mehrfamilienhäuser im Energieausweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 - Ein Diplom-Ingenieur prüft den vorgelegten Wärmeschutznachweis für drei neue Mehrfamilienhäuser und soll auch die Energieausweise ausstellen. Die drei freistehenden Gebäude sind über eine Tiefgarage verbunden und werden gemeinsam über die Heizungsanlage im Keller eines der drei Gebäude versorgt. Der Wärmeschutznachweis hat ein anderes Ingenieurbüro erstellt, welches auch eine Bestätigung für einen Antrag für eine KfW-Förderung abgegeben hat. Es stellt sich die Frage, wie eine gemeinsame Heizungsanlage in den Berechnungen für den EnEV-Nachweis berücksichtigt wird.

Krankenhaus Baujahr 1996 nach EnEV 2009 / 2014 erweitern: bestehende Fassade unverändert verschieben und Luftdichtheit der Gebäudehülle gewährleisten - Im Rahmen der Baumaßnahmen wird die Grundfläche des Gebäudes um 400 m² erweitert. Dafür wurde die bestehende Fassade ausgebaut und um 20 Meter (m) verschoben unverändert wieder aufgebaut. Die alte Fassade ist nicht winddicht, der Luftzug ist sehr deutlich spürbar. Konstruktion und Wärmeschutz: Ist es zulässig, dass der Architekt die bestehende Fassade einfach wieder verwendet ohne einen entsprechenden Hinweis an den Bauherrn? Gebäudehülle und Luftdichtheit: Welche Möglichkeiten gibt es eine Sonderform Pfosten/Pfostenfassade luftdicht zu realisieren?

EnEV-Nachweis nach EnEV 2009 für neues Industriegebäude mit neuer Wärmepumpe und Ölheizung im Bestand für die Produktion von Spritzgussmaschinen - Wie sollte der Planer für die Berechnungen für den öffentlich-rechtlichen EnEV-Nachweis für das neue Produktionsgebäude die folgenden Probleme lösen: Ist es zulässig, dass er eine Tabelle in Anlehnung an den Anhang A der DIN V 18599-5:2007-02 erstellt um eine primärenergetische Bewertung der Abwärme durchführen zu können? Muss der Planer trotz der abweichenden Rahmenbedingungen das unveränderte Nutzungsprofil anwenden?

Neubau Luxusvilla mit über 400 m² Nutzfläche: EnEV 2009 und EEWärmeG über Solarthermie erfüllen - Gibt es eine Möglichkeit sowohl den Wünschen des Bauherrn zu entsprechen - Solarthermie kombiniert mit konventioneller Heizung und natürliche Lüftung - als auch eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu finden mit der die neue Villa das EEWärmeG 2011 erfüllt?

EnEV-Nachweis und Energieausweis für neu geplanten Nichtwohnbau mit Fernwärmeheizung vom Stadtwerk: ab 2015 von neuem Kraftwerk, das jetzt erbaut wird - Die Stadtwerke sind gerade dabei ein neues Kraftwerk zu erstellen. Dieses soll voraussichtlich bis Ende des Jahres 2015 fertig erbaut sein. Für das neue Kraftwerk haben die Stadtwerke auf den Primärenergiefaktor berechnet aufgrund des AGFW-Arbeitsblattes FW 309 Teil 1. stellt sich die Frage welcher Primärenergiefaktor für den baurechtlichen EnEV Nachweis angesetzt wird und wie der Energieausweis nach der Fertigstellung des Gebäudes berechnet wird, wenn das Kraftwerk zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig gestellt ist.

Neubau Großküche nach EnEV 2009 und EnEV 2014 nachweisen: Kühlräume zonieren und bilanzieren nach DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) - Wie werden die Kühl- und Tiefkühlräume nach DIN V 18599 zoniert? Wird für die Energiebilanz ein eigenes, unbeheiztes Nutzungsprofil angelegt? Wie können solche Räume in den Softwareprogrammen zur Anwendung der DIN 18599 berechnet werden? Müssen bei der Berechnung des U-Wertes die unterschiedlichen Innentemperaturen in den Kühlräumen berücksichtigt werden? Muss die Kühlenergie für die Kühl- und Tiefkühlräume auch mit bilanziert werden? Wie gestalten sich alle genannten Aspekte gemäß EnEV 2014? Welche Anforderungen muss der Planer nach EEWärmeG 2011 berücksichtigen?

EnEV-Nachweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 für eine neu geplante Lagerhalle mit der Option für einen späteren Teilausbau zu Büroräumen - Ist für dieses Objekt mit geringer Heiztemperatur generell ein EnEV-Nachweis erforderlich? Muss die Außenhaut aus Trapezblechen Mindestwerte für den Wärmeschutz einhalten? Müssen der Hallenboden und die Betonaußenwände Mindestwerte für den Wärmeschutz einhalten? Ist es erforderlich für das eventuell später auszubauende Büro gleich in der Planungsphase auch einen EnEV-Nachweis zu erstellen?

Energetische Bilanz nach EnEV 2009 und EnEV 2014 für Sanierung eines Hochhauses mit Treppentürmen - Das Gebäude wird durch einen Treppenhausturm erschlossen, der nur durch Stege mit dem Gebäude verbunden ist. Die Laubengänge und Übergänge sind nicht verglast. Der Treppenhausturm wird durch die Heizungsanlage des Wohnhauses versorgt. Im Zuge der Sanierung wird das Gebäude gedämmt und der Treppenhausturm außerhalb der thermischen Hülle belassen. Das Treppenhaus soll jährlich unter vier Monate auf unter 12 Grad Celsius temperiert werden, damit die Aufzüge funktionieren. Es stellt sich die Frage wie die Energie-Bilanz für den EnEV-Nachweis nach EnEV 2009 und EnEV 2014 in diesem Fall geführt wird.

Wirtschaftlichkeit der Anlagentechnik berechnen für Intralogistik-Anlagen für Handel und Industrie: Hochregallager, automatische Kleinteilelager, Kommissionier-Systeme sowie Logistik- und Distributionszentren - Welche Normen und Richtlinien gilt es in diesem Kontext zu berücksichtigen? Wie unterscheidet sich die Berechnungsvorgehensweise der oben aufgelisteten VDI-Richtlinien von der DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäude)? Gibt es eine geeignete Software, die die Fragestellerin mit vertretbarem Aufwand anwenden könnte?

Wärmebrücken nach EnEV 2009 und 2014 für Wohn- und Nichtwohnbau berechnen und nachweisen - Häufig werden die Ausführungsdetails von Gebäuden erst nach der Erstellung des EnEV-Nachweises geplant. Dabei wird DIN 4108, Beiblatt 2 (Wärmebrücken) angesetzt und eventuell abweichende Details werden vernachlässigt. Ist es nach EnEV 2009 zulässig Wärmebrücken, die vom Beiblatt 2 der DIN 4108 abweichen rechnerisch zu erfassen und auf die pauschal im EnEV berechneten Wärmebrücken aufzuschlagen bzw. abzuziehen? Wie gestaltet sich diese Problematik nach EnEV 2014?

In Mehrfamilienhaus Baujahr 1960 Heizung sanieren: Energieausweis erstellen und Einzelmaßnahmen prüfen: Zentralheizung mit Wärmeversorgung aus Nachbarhaus - Das Haus umfasst zehn Wohneinheiten: eine mit Gasetagenheizung und die restlichen werden überwiegend über Gas-Einzelraum-Geräten versorgt. Der Auftraggeber beabsichtigt eine Zentralheizung einzubauen, die vom Gas-Niedertemperatur-Gusseisenkessel Baujahr 2007 aus dem Nachbarhaus mit versorgt wird.

Nachweise nach EnEV 2009 und EEWärmeG 2011: Umnutzung einer bestehenden Lagerhalle in gekühlte Lager- und Versandhalle für pharmazeutische Produkte und mit Anbau einer Versandschleuse - Nach den notwendigen Umbaumaßnahmen - der Sockel der Außenwand wird zusätzlich gedämmt und die Fugen abgedichtet, damit die Kälteverluste reduziert werden und eine Verladeschleuse wird zusätzlich angebaut - soll diese Halle als Kühlhalle mit einer durchschnittlichen Temperatur von 5 Grad Celsius (°C) das ganze Jahr über betrieben werden. Muss die umgenutzte Lagerhalle nach EnEV 2009 bilanziert werden? Greift auch das EEWärmeG 2011 in diesem Praxisfall?

Neues, beheiztes Lagerhaus mit VRF-Anlage - ohne Wärmemengenzähler bei Luft/Luft-Anlage - nach EnEV 2009 und EnEV 2014 planen und bilanzieren: VRF ist die Kurzform für „Variable Refrigerant Flow (VRF)“ - deutsch: variabler Kältemittelmassenstrom. Bei der vorgesehenen Luft/Luft-Anlage ist es systemtechnisch nicht möglich einen Wärmemengenzähler zu installieren. Es stellt sich die Frage, wie die Jahresarbeitszahl (JAZ) für die Luftwärmepumpe berechnet wird, wie zu verfahren, wenn der Einbau eines Wärmemengenzähler bei einer Luft/Luft-Anlage systemtechnisch nicht möglich ist und welche Änderungen sich durch die verabschiedeten Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) ergeben.

Supermarkt im Bestand: Pfandrückgaberaum zum beheiztem Verkaufsraum erweitern und umnutzen: Bodenplatte auf Antrag von EnEV-Dämmpflicht befreien - Ist die Begründung der Absage durch die Baubehörde richtig? Bleibt als einzige Lösung tatsächlich nur der Abriss der vorhandenen Stahlbeton-Sohlplatte und der nachträglicher Einbau der Untersohlendämmung? Kann der hohe Energieeinsatz, der durch diese Lösung erforderlich wäre, durch künftige Energieeinsparungen rechtfertigt werden?

Fassadensanierung im Wohnbestand: Wirtschaftlichkeit berechnen als Nachweis für Antrag auf Befreiung von den Anforderungen der EnEV 2009 - Die Eigentümergemeinschaft tendiert dazu die Mehrkosten für die erforderliche Wärmedämmung der Fassade im Zuge der Sanierung nicht zu akzeptieren. Sie wollen bei der Baubehörde einen Antrag auf Befreiung von den EnEV-Anforderungen einreichen. Der Architekt soll dafür rechnerisch nachweisen, dass die geforderte Wärmedämmung in diesem Fall unwirtschaftlich wäre. Wie ist die wirtschaftliche Vertretbarkeit anzusetzen? Wie ist die noch zu erwartende Nutzungsdauer zu berücksichtigen? Gibt es Richtwerte für die noch zu erwartende Nutzungsdauer?

EnEV-Nachweis für neue Metzgerei-Filiale mit Räumen für Gäste, Verarbeitung und Kühlung sowie mit Abwärme-Nutzung aus der Produktionstechnik - Ein Ingenieur plant die Anlagentechnik für einen neuen Metzgerei-Betrieb und soll auch die Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und dem Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011) führen. Das Gebäude ist nicht mit einer Raum-Luft-Technik-Anlage (RLT-Anlage) mit Heizfunktion ausgestattet. Die Abwärme aus den Kühlräumen soll für die Beheizung des Gebäudes verwendet werden. Als Übergabesystem ist eine Wasserheizung vorgesehen. Es stellt sich die Frage wie diese Anlagentechnik in der Bilanzierung und Nachweisführung berücksichtigt wird.

Neue Doppelhaushälfte erfüllt energetische Anforderungen nach EnEV 2009 und EEWärmeG 2011 mit Gas-Brennwerttherme und thermischer Solaranlage - Ein Bauunternehmen plant und realisiert Wohn- und Nichtwohngebäude und stellt auch die erforderlichen Energie-Nachweise aus. Es handelt sich im konkreten Fall um ein neu zu errechtendes Wohngebäude und zwar eine Doppelhaushälfte. Bislang haben sie zur Erfüllung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011) solarthermische Anlagen in Verbindung mit Gas-Brennwertthermen eingesetzt. Der Fachmann stellte jedoch fest, dass bei dieser Berechnung häufig Größen von Solarkollektoren erreicht werden, die aus seiner Sicht nicht notwendig und wirtschaftlich für die reine Brauchwassererwärmung sind. Er fragt uns ob es zulässig ist, die Solaranlagen anhand der Anzahl der tatsächlichen Nutzer im Wohngebäude zu dimensionieren.

Bürogebäude nach EnEV 2009 sanieren: Tiefgaragen-Decke, Fenster, Außenwände und Dach - Eine Architektin hat den Auftrag erhalten ein bestehendes Bürogebäude aus den 70-er Jahren zu sanieren und seinen energetischen Standard zu verbessern: Tiefgaragendecke, Nordfassade und Flachdach dämmen, Fenster ersetzen, Vorhangfassade auf der Südseite einbauen. Der Eigentümer und Auftraggeber erhofft sich dadurch bessere Chancen die Büroflächen zu vermieten. Die Architektin wendet sich an uns mit der Frage, welche Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) sowie der geltenden baulichen Vorschriften, Normen, Regeln sie bei den geplanten Sanierungsmaßnahmen beachten sollte. Insbesondere interessieren sie der winterliche und sommerliche Wärmeschutz des Gebäudes und was sie bei der entsprechenden Nachweiseführung beachten sollte.

EnEV 2009 und EEWärmeG 2011 erfüllen für neues Einfamilien-Wohnhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe - Die Anlagentechnik des Neubaus umfasst eine Gas-Brennwert-Heizungsanlage und eine solare Trinkwasseraufbereitung. Mit dieser technischen Ausstattung erfüllt das geplante Wohnhaus die Anforderungen der EnEV 2009 sowie des EEWärmeG 2011. Bei Einbau einer Luft-Wasser-Heizungswärmepumpe ohne solare Trinkwasser-Aufbereitung werden die Anforderungen des EEWärmeG 2011 nicht erfüllt. Es stellt sich die Frage, ob bei Verwendung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe auch die Forderungen nach EEWärmeG 2011 eingehalten werden müssen oder ob diese automatisch erfüllt sind.

Energieausweis für modernisiertes Kinderhaus: Zwei bestehende Gebäude werden saniert, durch einen großen Neubau verbunden und die Heizung erneuert: Ein Diplomingenieur hat den Auftrag erhalten die Sanierung und Erweiterung eines Kinderhauses im Bestand zu planen sowie die entsprechenden Nachweise zu führen und den Energieausweis nach EnEV 2009 auszustellen. Die Heizung wird auch erneuert und in einem der Bestandsgebäude untergebracht. Weil die bisherigen Gebäude soweit getrennt liegen, jedoch durch den großflächigen Neubau künftig miteinander verbunden sind, stellt sich die Frage wie der EnEV-Nachweis geführt und wie der Energieausweis erstellt wird.

Selbsttätige Regelung bei Zentralheizungs-Verteilnetzen: Welche Führungsgrößen gelten als geeignet? - DIBt (Hrsg.): 17. Staffel der offiziellen Auslegungen, diesmal zur EnEV 2009, § 14 (Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen) Absatz 1

Betrieb von elektrischen Speicherheizungen auch in bestimmten Bestandsgebäuden wieder erlaubt: Seit dem 13. Juli 2013 gilt das novellierte Energieeinsparungsgesetz (EnEG 2013). Diese neue Gesetzesfassung sieht u. a. vor, die aktuelle EnEV 2009 dahingehend zu ändern, dass der § 10a ( Außerbetriebnahme von elektrischen Speicherheizsystemen) nicht mehr gilt. Lesen Sie unsere Erläuterungen dazu: Betrieb elektrischer Speicherheizungen im Bestand wieder erlaubt

Energieausweis für neu geplante Logistikhalle mit Hochregallager, Anlieferzone und Bürobereiche: Heizung mit Kohlenstoffmonoxid als Abfallprodukt aus Produktion und Frischluftsystem für Warenlager - Für die Lager- und Regalbereiche des Logistikzentrums wird ein Frischluftsystem installiert, denn aus den gelagerten Produkten können Gase entweichen. Über dieses Lüftungssystem wird auch die Raumtemperatur im Regalbereich auf 18 Grad Celsius (°C) geregelt, wie es die Produktlagerung fordert. Es stellt sich die Frage, ob das gesamte Gebäude unter die EnEV 2009 fällt einschließlich der Lager- und Regalbereiche und wie man für den Energieausweis die Beheizung und Belüftung in diesem Praxisfall berücksichtigt.

EnEV 2014 Ausblick: Klimafaktoren für Verbrauchsausweis und Aushang Energieausweis in Kaufhäusern, Banken, Kinos usw. - Klimafaktoren für Verbrauchs-Ausweis: Ist nach der kommenden EnEV 2014 die Verwendung der genaueren Daten der Klimastationen voraussichtlich zwingend vorgeschrieben oder dürfen weiterhin die kostenfreien Werte der Wetterstationen verwendet werden? Aushang-Energieausweis: Ab wann wird die Forderung der EnEV 2014 zum Aushang des Energieausweises in privatwirtschaftlichen Gebäuden voraussichtlich greifen: gleich nach Inkrafttreten der novellierten Verordnung oder nur nach Ablauf der ‚alten‘ Energieausweise? Werden die ‚alten‘ Energieausweise noch gültig sein? Muss nur der Aushang-Energieausweis neu erstellt werden?

Anbau planen für Schule als öffentliches Gebäude und Anforderungen des EEWärmeG 2011 erfüllen - Eine Architektin hat eine Anfrage erhalten einen Anbau an ein bestehendes Schulgebäude zu planen. Es handelt sich in diesem Fall um ein öffentliches Gebäude im Sinne des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011). Es stellt sich die Frage ob der Schulanbau im Sinne des EEWärmegesetzes als ein neuer Gebäudeteil anzusehen ist oder ob es sich um eine grundlegende Renovierung handelt und welche Anforderungen die Architektin bei der Planung und Nachweisführung beachten sollte.

Dachsanierung eines Einkaufsmarktes: Wirtschaftlichkeit untersuchen für Befreiungsantrag nach EnEV 2009 § 25 - Gibt es eine rechtliche Grundlage oder Vorgabe für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Sanierungsmaßnahme im Sinne der EnEV 2009, § 25 (Befreiungen)? Ist es bei EnEV-Nachweisen zwecks Befreiung nach § 25 zulässig die Nutzungsrandbedingungen der DIN V 18599 (Klimadaten, Nutzungsprofile usw.) zu ändern? Wie kann der Planer in der Energiebedarfsberechnung nach EnEV 2009 und DIN V 18599 die lokalen Klimadaten des Gebäude-Standortes berücksichtigen? Ist es zulässig, dass die Baubehörden die bekanntgemachten Regeln zur Datenaufnahme von Bauteilen des Bundesbauministeriums (BMVBS) verweigern? Wie soll der Planer die fehlenden Daten für den Baubestand in der Berechnung für den EnEV-Nachweis berücksichtigen?

Sanierung eines Bürogebäudes durch Austausch der gesamten Glasfassade und der Kühltürme - Ein Diplom-Ingenieur plant die Sanierung eines Bürogebäudes. Dabei werden die Glasfassade und die Kühltürme ersetzt: es wird eine Dreifachverglasung mit einem sehr hohen Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) einbaut. Im Gebäude befinden sich auch ein Rechenzentrum sowie eine Anlage für die Raumlufttechnik (RLT-Anlage). Die Kühltürme – mit jeweils 1 Megawatt (MW) Leistung dienen zur Rückkühlung der Kältemaschinen des Rechenzentrums und der RLT-Anlage im Gebäude. Die Anlagentechnik ist ca. 25 Jahre alt. Die zuständige TGA-Technik möchte die Kühltürme "nur" Eins zu Eins austauschen lassen. Es stellt sich die Frage, inwieweit die geltende Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) in diesem Fall greift, insbesondere in Bezug auf die Nutzung regenerativer Energien bzw. und ein neues Energieversorgungskonzept.

Befreiung von den EEWärmeG-Pflichten für großflächigen Anbau an ein bestehendes Gartencenter - Ein Diplom-Ingenieur plant den großflächigen Anbau an ein bestehendes Gartencenter. Für diesen Anbau würde seiner Meinung nach auch das EEWärmegesetz greifen. Doch es ergibt aus seiner Sicht in diesem Fall aus verschiedenen Gründen keinen Sinn einen Teil der benötigten Wärme über erneuerbare Energien zu decken. Es stellt sich die Frage wie er den Bauherren dabei unterstützen kann von den Behörden eine Befreiung von den Pflichten des EEWärmeG zu erwirken.

EU-Bauproduktenverordnung: Ab 1. Juli 2013 gilt die geänderte EnEV 2009: Ab Mitte dieses Jahres gilt das gesamte neue Gesetz, welches die EU-Bauproduktenverordnung hierzulande umsetzt und auch die geltende EnEV 2009 betrifft. Dieses Gesetz zur "Anpassung des Bauproduktengesetzes und weiterer Rechtsvorschriften an die Verordnung (EU) Nummer 305/2011 zur Festlegung harmonisierter Bedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten", ändert die EnEV 2009 den § 23 (Regeln der Technik) sowie die Anlage 3 (Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen sowie bei Neubau kleiner Gebäude). Auf den Webseiten des Bundesanzeiger Verlages können Sie das verkündete Gesetz kostenfrei lesen.
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EU-Bauproduktenverordnung bringt Änderungen der EnEV 2009

Luftdichtheit der Gebäudehülle gewährleisten und Lüftungskonzept für neues Doppelhaus ausarbeiten - Eine Diplom-Ingenieurin führt für eine neu zu bauende Doppelhaushälfte die Berechnung für die Nachweise nach EnEV 2009 durch. Es soll keine Lüftungsanlage berücksichtigt werden. Nach Fertigstellung der Gebäudehülle soll die Luftdichtheit der Gebäudehülle durch ein entsprechendes Messverfahren normgerecht überprüft werden. Im Lüftungskonzept wird für die Luftdichtheit der Gebäudehülle mit einem Volumenstrom gerechnet welcher dem Vorgabewert nach DIN 1946 (Raumlufttechnik), Teil 6 (Lüftung von Wohnungen) entspricht. Somit wird keine Lüftungsanlage erforderlich sein. Bei der Luftdichtigkeits-Überprüfung könnte die Messung jedoch ergeben, dass die Gebäudehülle sogar noch dichter ist als im Lüftungskonzept rechnerisch angenommen. Es stellt sich die Frage ob das Lüftungskonzept in diesem Fall überarbeitet werden muss oder ob Außenluftdurchlässe eingeplant werden müssen um den angenommen Wert der Luftdichtheit der Gebäudehülle sicherzustellen.

EnEV-Nachweis nach DIN V 18599 führen für neue Kindertageseinrichtung mit Heizung von Nachbar-Schule - Ein Planer hat den Auftrag erhalten den EnEV-Nachweis für eine neue Kindertageseinrichtung (Kita) zu führen, die von einer benachbarten Schule aus mitbeheizt wird. Der Neubau wird wieder von der Schule wärmetechnisch versorgt. Die EnEV-Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf kann der Neubau nicht erfüllen, aufgrund der Ölheizung und des Primärenergiefaktors von 1,3. Die Gemeinde plant eine Erneuerung der Wärmeerzeugung erst in drei Jahren. Bei einer Pellet-Anlage würde der Primärenergiefaktor auf 0,1 sinken und der EnEV-Nachweis würde problemlos gelingen. Es stellt sich die Frage ob es Übergangsfristen gibt, die es Bauherren erlauben, ein neues Gebäude übergangsweise an eine veraltete Heizungsanlage anzuschließen.

Wärmerückgewinnung (WRG) für Lüftungsanlagen in sanierter Sporthalle, die auch für Versammlungen dient - Die Lüftungsanlage von über 4.000 Kubikmeter pro Stunde (m³/h) ist so beengt eingebaut, dass eine Wärmerückgewinnung (WRG) kaum noch zu integrieren wäre. Die Betriebszeiten mit Außenluftanteil sind auch so gering, dass der Planer die Wirtschaftlichkeit der WRG anzweifelt. Besteht bei Austausch der Anlage im Bestand die Pflicht zum Einbau einer Wärmerückgewinnung trotz der bestehenden Rahmenbedingungen?

EnEV-Nachweis für neues Einfamilienhaus führen mit unbeheizter Garage und Keller im Untergeschoss - Werden bei der EnEV-Berechnung die Räume des Hauses, welche sich über der Garage befinden als Räume gegen Außenluft oder als Räume gegen unbeheizte Bereiche berücksichtigt?

EnEV-Nachweis für neues Senioren-Pflegeheim mit KfW-70-Standard: Primärenergiefaktor (fp) für dezentrale KWK-Versorgung bestimmen für BHKW-Anlage mit herstellerspezifischem Primärenergiefaktor und Spitzenlast-Brennwertkessel - Der Neubau wird mit einer dezentralen Kraft- Wärme Kopplung (KWK) ausgestattet, bestehend aus einem Blockheizkraftwerk (EN50 BHKW) mit einem herstellerspezifischen Primärenergiefaktor (fp) von 0,41. Für die Spitzenlast unterstützt ein Gas-Brennwertkessel die Heizung. Unter Umständen sorgt eine Luft- Wasser Wärmepumpe für die Rücklauf-Anhebung. Bisher hatte der Planer mit einem Primärenergiefaktor (fp) von 0,7 gerechnet, im letzten Jahr hat der Hersteller die systemspezifischen Primärenergiefaktoren herausgegeben. Diese sind in der EnEV-Software, mit der der Planer arbeitet nicht erfasst. Es stellt sich die Frage, wie er den Primärenergiefaktor bestimmen sollte, so dass auch die KfW den Nachweis anerkennt.

Energieausweis im Bestand: Heizwert ermitteln bei Erdgasverbrauch wenn die Energielieferanten keine festen Brennwerte ausweisen - Ein Ingenieur hat den Auftrag erhalten für mehrere Bestandsbauten Energieausweise auszustellen. Es handelt sich um die Ausstellung von Energieausweisen im Bestand. Das Problem ist, dass die Energielieferanten für die Heizung keine festen Brennwerte ausweisen. In der Fachliteratur hat der Fachmann den Hinweis gefunden, dass weder in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) noch in der aktuell geltenden Verordnung über Heizkostenabrechnung (HeizkostenV 2009) direkte Umrechnungsfaktoren vom Brennwert zum Heizwert vorgesehen wären. Es stellt sich die Frage, wie der Erdgasverbrauch in der Energielieferungsrechnung zum Heizwert umgerechnet wird.

EnEV-Nachweis für einen Baukomplex mit gemeinsamer Verwaltungseinheit, Keller und Tiefgarage und drei aufgesetzten Baukörpern mit insgesamt 43 Wohneinheiten - Ein Planer hat den Auftrag erhalten für die drei Mehrfamilienhäuser mit einer gemeinsamen Verwaltungseinheit im Untergeschoss die Energieberatung durchzuführen, die technische Gebäudeausrüstung zu planen sowie die EnEV-Nachweise zu führen. Die technischen Anlagen in der Verwaltungseinheit versorgen auch die drei aufgesetzten Mehrfamilienhäuser mit der notwendigen Heizung, Warmwasser und Lüftung. Für diesen gesamten Baukomplex wird ein Bauantrag gestellt, ein Brandschutznachweis geführt, eine Entwässerungsgenehmigung beantragt und es gibt auch nur einen Bauherrn. Es stellt sich die Frage, ob aus der Sicht der Energieeinsparverordnung dieser Baukomplex als ein einziges Gebäude oder als mehrere Gebäude betrachtet wird.

EnEV-Nachweis für Industriehalle-Neubau: Einsatz von Ökostrom oder Biogas bei langfristigen Lieferverträgen (10 oder 20 Jahre) - Ein Architekt hat den Auftrag erhalten für eine neue Industriehalle die Energie-Nachweise nach EnEV und EEWärmeG zu führen. Der Planer sieht jedoch keine sinnvolle Möglichkeit für den Einsatz von erneuerbaren Energien, um die Pflichten nach den EEWärmeG zu erfüllen. Es stellt sich die Frage ob es zulässig ist mit dem Gasversorger einen 20-jährigen Vertrag für Biogas abzuschließen und in der Berechnung für die Energienachweise einen entsprechend günstigeren Primärenergiefaktor anzusetzen als die EnEV vorsieht. Allerdings würde in diesem Fall das Biogas nicht in unmittelbarer Nähe zum Gebäude erzeugt. Der Energieversorger weist einen gewissen Biogasanteil in seinem Gesamt Portfolio nach.

Wärmebrücken von Stahlleichtbau-Konstruktionen nach EnEV 2009 berechnen und nachweisen - Ein Architekt führt die Energie-Nachweise gemäß EnEV 2009 sowohl für Wohn- als auch für Nichtwohngebäude, deren Konstruktionen in Stahlleichtbauweise mit Profilen in Z-Form erstellt sind. Genaugenommen handelt es sich um einen Betonskelettbau mit teilweise Stahlausfachungen sowie Stahlleichtbau-Fassaden vor Massivwänden. Es stellt sich die Frage wie der Fachmann grundsätzlich den Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) dieses Bauteils berechnen soll, bzw. wie die Wärmebrücken in die Nachweis-Berechnung einfließt, welche Normen man für diese Fälle anwendet und ob das Berechnungs-Programm des Internationalen Verbandes für Metallleichtbau (IFBS) zur Ermittlung der U-Werte auch für diese Fälle gilt.

Nachweis nach EnEV 2007 für großflächigen Dachausbau in einem bestehenden Einfamilienhaus - Ein Architekt hat den Auftrag erhalten für einen Dachausbau – den er allerdings nicht selber geplant hatte – nachträglich den Nachweis nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu führen. Die Baubehörde hat den Eigentümer kürzlich aufgefordert den EnEV-Nachweis vorzulegen. Da der Bauantrag für den Dachausbau im Mai 2009 erfolgte, fiel diese Baumaßnahme unter die damals geltende Fassung der EnEV 2007. Diese gewährte Eigentümern noch einen „Dachausbau-Bonus“, d.h. die Nachweisführung war für diese Fälle wesentlich vereinfacht. Nun stellt sich für den Architekten die Frage, ob er den EnEV-Nachweis anhand der U-Werte der einzelnen Außenbauteile des ausgebauten Daches führen muss, oder ob er den Wärmeschutz der gesamten Dachausbau-Hülle anhand des spezifischen Transmissionswärmeverlustes nachweisen sollte.

Energieausweis für Wohnbestand ausstellen vor und nach der Heizungs-Sanierung durch Brennwert-Technik - Ein Diplom-Ingenieur hat für ein Bestandsgebäude die Heizungs-Sanierung geplant: Anstatt der alten Gasetagenheizung ist nun eine moderne Heizungsanlage mit Brennwerttechnik und Zentralheizung in Betrieb. Der Eigentümer will diese Verbesserung der energetischen Effizienz des Altbaus auch im Energieausweis für potenzielle Käufer und Neumieter dokumentieren, indem er den energetischen Zustand vor und nach der Sanierung vorzeigt. Es stellt sich die Frage wie der Fachmann im Bestand die alte Gasetagenheizung mit eingeben kann.

Was fragen Auftraggeber: Anbau an 70-er Jahre Wohnhaus aus Porenbeton-Steinen nach EnEV und EEWärmeG planen und bauen. Die Eigentümerin fragt: Muss sie infolge des Anbaus auch das gesamte bestehende Wohnhaus dämmen? Muss sie wegen des Anbaus eine Brennwerttherme mit Solaranlage installieren? Welche energetischen Anforderungen muss sie tatsächlich berücksichtigen?

Verbrauchsorientierten Energieausweis für Bürobau ausstellen trotz Leerstand wegen Teilkernsanierung - Die sieben Nichtwohnbauten werden für Büro-, Lager- und Produktionsprozesse genutzt. Ihre Nutzfläche beträgt insgesamt 20.000 Quadratmeter (m²). Die Gebäude waren bisher einzeln vermietet, so dass auch die Verbrauchsdaten für Heizung, Warmwasser und elektrischen Strom für jedes Gebäude jeweils vorliegen. Der Gesamtverbrauch für Wärme und Strom für einen Zeitraum von drei Heizperioden liegt für die Energieausweis-Berechnungen vor. Allerdings standen 3.500 m² Nutzfläche wegen der Kernsanierung für die Dauer von einem Jahr leer. Es stellt sich die Frage wie der Energieberater den Verbrauchs-Energieausweis in diesem Fall ausstellt.

Neues Bürogebäude mit Anschluss an bestehende Heizung und Kühlung planen und EEWärmeG erfüllen - Durch die Bestandsheizung und -kühlung in Verbindung mit der gut gedämmten Gebäudehülle erreicht der Neubau zwar den EnEV-2009-Standard, erfüllt jedoch das EEWärmeG 2011 nicht. Die vorhandene Anlagentechnik und die größtenteils als freie Fensterlüftung angestrebte Lüftung erschweren es geeignete Maßnahmen zur Erfüllung des EEWärmeG zu finden. Es stellt sich die Frage, ob es zulässig ist, dieses energietechnisch nicht autarke Bürogebäude wie eine Erweiterung anzusehen und das EEWärmeG 2011 nicht zu berücksichtigen.

EnEV-Nachweis für Büroneubau mit DIN V 18599 berechnen, wenn Heizung über Nachbargebäude erfolgt - Der Neubau soll über ein Gasbrennwertgerät im Nachbargebäude auch mit beheizt werden. Bei der Eingabe in das EnEV-Berechnungsprogramm "Nah/Fernwärme" ergibt sich jedoch ein sehr hoher Primärenergiebedarf für den Neubau, da die Verluste in den Fernwärmeleitungen sehr hoch angesetzt werden. Die Realität für die EnEV-Berechnung ließe sich nach Meinung unserer Fragestellerin genauer darstellen mit der Programm-Eingabe "Gasbrennwertkessel, Aufstellung: in keiner Zone". Zusätzlich könnte sie das Rohrnetz ergänzen mit einer zusätzlichen Nahwärmeleitung "im unbeheizten". Es stellt sich die Frage ob diese Vorgehensweise zulässig ist.

EnEV-Nachweis für Dachaufstockung in Holzrahmen-bauweise eines Kindergartens aus den 70-er Jahren - Ist der Nachweis für den Dachaufbau nach EnEV 2009 ausschließlich für die einzelnen Außenbauteile zulässig? Nach welchen Normen wird der Jahres-Primärenergiebedarf für den EnEV-Nachweis berechnet: DIN V 4108-6 (Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden) Teil 6 (Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden) in Verbindung mit DIN V 4701-10 (Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen), Teil 10 (Heizung, Trinkwassererwärmung, Lüftung) oder nach DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden)? Entstehen für die Aufstockung Nutzungspflichten für erneuerbare Energien nach dem EEWärmeG zu beachten?

EnEV-Nachweis für die anstehende Sanierung einer Schule mit Schwimmbad nach DIN V 18599 berechnen - Eine Architektin ist auch als Energieberaterin tätig. Für die anstehende Sanierung eines Schulgebäudes mit Schwimmbad führt sie die Nachweise nach der EnEV 2009. Für die Berechnungen wendet sie die Normenreihe DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) an. Im Teil 100 (Änderungen zu DIN V 18599-1 bis DIN V 18599-10) sind neue Normnutzungen aufgeführt, allerdings fehlt die Nutzung „Schwimmbad“. Es stellt sich die Frage wie die Architektin die Nutzungszonen definieren soll und wo die Systemgrenzen genau verlaufen.

Solaranlage für neu geplantes Einfamilienhaus im Hinblick auf die Erfüllung des EEWärmeG auslegen - Für die Beheizung ist ein Gas-Brennwertkessel geplant sowie eine Solaranlage für die Erwärmung des Trinkwassers (TWW). Für die Auslegung der Solaranlage nach EEWärmeG kam es zum Streitgespräch mit dem Heizungsfachmann, weil die Architektin die Nutzfläche als Vorgabe verwendet, während der Heizungsbauer die beheizte Wohnfläche für maßgeblich hält. Welchen Ursprung haben diese unterschiedlichen Meinungen? Wie kann die Architektin diese Auseinandersetzungen künftig vermeiden?

Luft/Luft-Wärmepumpe für neu geplantes Wohnhaus im Energieausweis und EEWärmeG-Nachweis abbilden - Nach DIN V 18599 gibt es nach Erfahrung unseres Fragestellers keine Standardwerte für diese Anlagenkonfiguration. Auch die Wärmepumpen-Hersteller können diese Werte ebenfalls nicht liefern. Die vom EEWärmeG 2011 geforderte Jahresarbeitszahl (JAZ) lässt sich nicht belegen. Wie sieht der Stand der Technik beim Einbau einer Luft/Luft-WP aus? Wie lässt sich eine Luft/Luft-WP im EnEV- und EEWärmeG-Nachweis abbilden? Welche Werte können beim EnEV Nachweis eingesetzt werden? Wie ist dabei zu verfahren? Kann die Jahresarbeitszahl (JAZ) bei einer Luft/Luft/WP grundsätzlich mit überschaubarem Aufwand nachgewiesen werden?

Gefälledämmung für Flachdach von neuem Mehrfamilienhaus normengerecht planen und ausführen - Aus technischen Gründen soll dieses mit einer möglichst geringen Dämmung am tiefsten Punkt beginnen (10 cm) und an der höchsten Stelle eine Dicke von 30 cm aufweisen. Dieses ergibt einen mittleren U-Wert des Flachdaches unter 0,20 W/(m²K). An der niedrigsten Stelle des Flachdaches beträgt der U-Wert jedoch 0,32 W/(m²K). Gerechnet wurde mit einem Dämmstoff der Wärmeleitgruppe (WLG) 035. Wenn der U-Wert an der niedrigsten Stelle höchstens 0,20 W/(m²K) betragen soll müsste das Gefälle mit einer 20 cm hohen Dämmung gestartet und bis 40 cm hoch geführt werden. Ist es zulässig die Gefälledämmung wie geplant auszuführen?

Auftraggeber fragen: Handwerker baut unter Fußbodenheizung eines KfW-Effizienzhauses 70 andere Dämmung als geplant ein - Ein Bauherr errichtet ein neues KfW-Effizienzhaus 70. Der Heizungsinstallateur hat die Dämmung unter der Fußbodenheizung bereits nahezu vollständig ausgeführt. Erst kurz vor Abschluss der Arbeiten stellt der Bauherr fest, dass in der energetischen Nachweisberechnung andere Materialien berücksichtigt werden als nun tatsächlich eingebaut sind. Der Handwerker hat eigenmächtig entschieden andere Materialien zu verwenden. Wie gestaltet sich diese geschilderte Problematik aus der Sicht der EnEV 2009 und der KfW-Förderung? Wie gestaltet sich dieser Praxisfall aus juristischer Sicht? Hat der Heizungsinstallateur mit seiner eigenmächtigen Entscheidung und Handlung eine Ordnungswidrigkeit begangen? Muss der Bauherr dieses Vorgehen und die aktuelle Situation akzeptieren?

EnEV-Nachweis für neues Wohngebäude ausstellen: Keller umfasst teilweise eine niedrig beheizte Tiefgarage - Der Architekt und seine Kollegen überlegen, ob man das Kellergeschoss für den EnEV-Nachweis auch dem Wohnraum hinzurechnen sollte. Dagegen würde aus ihrer Sicht sprechen, dass die Tiefgarage nutzungsbedingt mit teilweise sehr hohen Lüftungsraten von bis zu 8-fachem Luftwechsel gefahren wird. In der DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) fanden die Fachleute kein Nutzungsprofil, welches der angestrebten Nutzung entspricht. Es stellt sich die Frage wie die beheizte Tiefgarage im Rahmen des EnEV-Nachweises zu berücksichtigen ist.

Lüftungsanlagen einplanen oder ausschließlich Fensterlüftung für neues Verwaltungsgebäude vorsehen - Ein Diplom-Versorgungsingenieur plant die Anlagentechnik für ein neues Verwaltungsgebäude. Für die Büro- und Aufenthaltsräume hat er eine Lüftungsanlage vorsehen. Der Bauherr will jedoch Kosten sparen und auf die Lüftungsanlage verzichten. Er will die Räume lediglich über die Fenster belüften. Der Planer hat zur alleinigen Fensterlüftung vielfache Bedenken geäußert, der Auftraggeber beharrt jedoch auf seinem Standpunkt. Es stellt sich die Frage ob ein zu errichtendes Nichtwohngebäude gemäß der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und der relevanten Normen generell mit einer Lüftungsanlage für Aufenthaltsbereiche ausgestattet werden muss oder ob im Falle dieses Verwaltungs-Neubaus auch eine freie Fensterlüftung ausreichend wäre.

Gemeinsame Heizungsanlage für zwei bestehende aneinandergebaute Mehrfamilienhäuser erneuern - Ein Diplom-Versorgungsingenieur hat den Auftrag erhalten, für ein Bestandsgebäude die Heizungsanlage zu erneuern und keinerlei Eingriffe an der Fassade vorzunehmen. Es handelt sich um einen Mehrfamilienhaus in Bayern. Es besteht aus zwei aneinandergebauten Wohnhäusern, d. h. es ist ein Gebäude mit zwei Hausnummern und einem gemeinsamen Heizungsraum, der vollständig in einen der Wohnhäuser liegt. Die bisher eingesetzte, alte Gaszentralheizung ist defekt und soll ausgetauscht werden. Es stellt sich die Frage welche energiesparrechtlichen Aspekte beim Austausch von Bestandsheizungen zu beachten sind und welcher Primärenergiefaktor bei einer EnEV-Berechnung für die Gebäude mit gemeinsamer Heizung zu berücksichtigen wäre.

Neue Ausgabe 2011 der DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden), Teil 10 Nutzungsrandbedingungen, Klimadaten) - Neuerungen und Änderungen - Architekten und Planer, die Bauherren und Eigentümer von Nichtwohngebäude als Auftraggeber beraten, planen und Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) führen, sollten sich schnellstmöglich kundig machen, was die neue Ausgabe der Normenreihe DIN V 18599 für neue und geänderte Aspekte sie umfasst. Dieser Beitrag erläutert was für Änderungen und der Teil 10 (Nutzungsrandbedingungen, Klimadaten) umfasst.

Neue Ausgabe 2011 der DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden), Teil 1 (Bilanzierung, Begriffe, Zonierung und Energieträger-Bewertung) - Architekten und Planer, die Bauherren und Eigentümer von Nichtwohngebäude als Auftraggeber beraten, planen und Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) führen, sollten sich schnellstmöglich kundig machen, was die neue Ausgabe der Normenreihe DIN V 18599 für neue und geänderte Aspekte sie umfasst. Dieser Beitrag erläutert was für Änderungen und der Teil 1 (Allgemeine Bilanzierungsverfahren, Begriffe, Zonierung und Bewertung der Energieträger) umfasst.

Was fragen Auftraggeber: Neues Wohnhaus nach EnEV 2009 mit Außenwänden aus Porenbeton bauen - Stimmt es, dass ein Haus mit 24 cm dicken Außenwänden aus Porenbeton die EnEV 2009 erfüllt? Können die U-Werte aller Außen-Bauteilen im Zuge der EnEV-Nachweisführung zusammengerechnet werden und als ein gemeinsamer Wert gelten? Könnte eine ungenügend gedämmte Außenwand durch sehr gut isolierte Fenster, Dach oder Decke im Sinne der EnEV-Anforderungen kompensiert werden?

Anlagenaufwandszahlen für Wärmeerzeuger berechnen - Ein Diplom-Ingenieur programmiert die Berechnung der Anlagenaufwandszahl (ep) für Wärmeerzeuger, die im Zuge der Nachweis-Berechnungen nach EnEV 2009 geführt werden. Ihm fiel dabei Folgendes auf: Die Anlagenaufwandszahl nach DIN V 4701-10 ist beispielsweise für Brennwertgeräte in Gebäude mit größerer Nutzfläche (AN) kleiner als für Gebäude mit kleiner Nutzfläche. Wird eine Solarthermie angeschlossen bleibt die Anlagenaufwandszahl nach DIN 4701-10 jedoch gleich, obwohl analog weniger Wärme hergestellt wird. Daraus hat unser Fragesteller abgeleitet, dass die Anlagenaufwandzahl in diesem Fall wie für eine kleinere Gebäudenutzfläche (AN) zu betrachten wäre. Ist dieses zutreffend?

Gemischt genutztes Bestandsgebäude (Gewerbe und Wohnungen) sanieren und mit Sky-Bar aufstocken: EnEV-Nachweise führen und Energieausweise erstellen - Der Planer soll für alle drei Gebäudeteile die Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) führen sowie die Energieausweise ausstellen. Es stellt sich die Frage anhand welcher Berechnungsmethoden und Normen die Bilanzierung nach der EnEV 2009 erfolgen soll und ob es zulässig ist, die einzelnen Gebäudeteile dabei zusammenzufassen.

AGFW: Primärenergiefaktoren bei Wärmeversorgungsnetzen Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) Berlin hat am 2. April 2012 die Auslegung der Projektgruppe EnEV der Fachkommission "Bautechnik" der Bauministerkonferenz vom 28. Februar 2012 im Rahmen der 16. Staffel veröffentlicht. Das Thema lautet: "Primärenergiefaktoren bei Wärmeversorgungsnetzen". In dieser Auslegung wird das Arbeitsblatt FW 309-1 des Energieeffizienzverbandes für Wärme, Kälte und KWK e. V. (AGFW) als ergänzende Regel bei der Ermittlung von Primärenergiefaktoren nach EnEV empfohlen. Allerdings schränkt die Auslegungen die Anwendung des AGFW-Arbeitsblattes auch ein. Wir haben beim AGFW zu diesen Einschränkungen nachgefragt.

EnEV-Nachweis nach DIN V 18599 zum Förderantrag für die Sanierung großes Hallenbad Baujahr 1972 - Müssen die Rohrleitungen (DN 250 mm, PE) und die Anlagen für das Schwimmbadwasser im unbeheizten Bereich gedämmt werden? Wie ist mit den Rohrleitungen für das Schwimmbadwasser sowie mit den Schwallwasserbehältern und Filter hinsichtlich Isolierung, bzw. Dämmung zu verfahren? Zählen diese Leitungen zu Warmwasserleitungen im Sinne der EnEV 2009 und müssen sie daher in ihrer Wärmeabgabe begrenzt werden?

Großflächigen Anbau an bestehende Schule nach
EnEV 2009 und EEWärmeG 2011 planen und nachweisen
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Es handelt sich um ein bestehendes Schulgebäude aus den 80er Jahren, welches über Fernwärme beheizt wird. Der geplante Anbau soll eine Bruttogeschossfläche (BGF) von 2.000 Quadratmeter (m²) umfassen. Auch der neue, großflächige Anbau soll über Fernwärme beheizt werden. Welche Anforderungen stellt die EnEV 2009 für den großflächigen Anbau? Bezieht sich die energetische Bilanz des Gebäudes für den EnEV-Nachweis ausschließlich auf den neuen Anbau oder umfasst sie auch die Bestandsbauten? Welche Anforderungen stellt das EEWärmeG 2011 an die geplante Schulbau-Erweiterung?

Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG) bewerten, wenn das fertig errichtete Gebäude die Luftdichtheitskriterien nach EnEV 2009 nicht erfüllt - Wie muss die Lüftungsanlage in diesem Fall bilanziert werden? Wird die gesamte Lüftungsanlage mit WRG auf Grund der EnEV2009-Vorgaben an die Luftdichtigkeit aus der Berechnung exkludiert, oder wird nur der Wärmerückgewinnungsgrad nicht in Ansatz gebracht und die Hilfsenergien weiterhin bilanziert? Welche Luftwechselrate wird in dieser Situation angesetzt? Welche sonstigen Probleme ergeben sich für die Nachweisführung?

Wärmeschutz-Anforderungen der EnEV 2009 an die Außenhülle von kleinen Nichtwohngebäuden - Es handelt sich um ein Technikgebäude für die Elektroschaltschränke. Das Gebäude hat einen Grundriss von 6 Meter (m) Breite und 6 m Länge und ist 3,50 m hoch mit Flachdach. Der Boden gegen das Erdreich ist ungedämmt.  Die EnEV 2009 erlaubt für kleine Nichtwohngebäude ungedämmte Decken gegen das Erdreich. Es stellt sich die Frage ob der höchstzulässige U-Mittelwert von 0,50 W/(m²K) aller opaken Außenbauteile auch für kleine Nichtwohngebäude nicht überschritten werden darf.

DIBt: 16. Staffel der offiziellen Auslegungen zur EnEV 2009:
Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) im April die folgenden neuen Auslegungen zur EnEV 2009 veröffentlicht:
- Primärenergiefaktoren bei Wärmeversorgungsnetzen
(Auslegung zu § 3 Absatz 3 i. V. m. Anlage 1 Nr. 2.1.1 und 2.1.2 sowie zu § 4 Absatz 3 i. V. m. Anlage 2 Nr. 2.1.1)
- Definition "Erweiterung und Ausbau um beheizte oder gekühlte Räume" (Auslegung zu § 9 Absatz 4 und 5)

Wärmeschutz-Anforderungen bei der Sanierung von Außenwänden von denkmalgeschützten Gebäuden
oder von sonstiger, erhaltenswerter Bausubstanz
- Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) fordert für die Innendämmungen einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,35 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. (W/m²∙K). Fachwerkwände müssen einen U-Wert von 0,84 W/m²∙K einhalten. Die KfW-Bank fördert seit Anfang April 2012 den Einbau von Innendämmungen in Baudenkmalen und in erhaltenswerter Bausubstanz, wenn sie einen U-Wert von 0,45 W/m²∙K einhalten! Worauf beziehen sich die Anforderungen der EnEV 2009 zur Innendämmung? Was fordert die EnEV 2009 bei der Sanierung von Baudenkmälern?

Nachweisführung nach EnEV für Nicht-Wohngebäude, bei Erweiterung über 100 m² ohne Anlagenaustausch - Ein Diplomingenieur führt den Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) für den großflächigen Anbau eines bestehenden Autohauses. Der Erweiterungsbau soll an die vorhandene Heizungstechnik, angeschlossen werden. Im Zuge der geplanten Erweiterungsbaumaßnahme ist der Nachweis gemäß EnEV 2009 zu führen. Es fragt sich wie der Nachweis gemäß EnEV 2009 zu führen ist und ob der Anbau auch das geltende Erneuerbar-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011) erfüllen muss.

Anlagenbewertung für neues Wohngebäude als Anbau errichtet an Bestand mit Flächenheizung, Heizkörpern und abweichenden Systemtemperaturen - Ein Fachplaner für Haustechnik ist in die Planung des neuen Wohngebäudes als Anbau an ein bestehendes Gebäude eingebunden. Er soll den Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) führen. Es handelt sich um ein neues Einfamilienhaus, welches geplant wird und gebaut werden soll. Dieser Neubau ist ein Anbau an ein bestehendes Wohnhaus, dessen Anlagentechnik bei dieser Gelegenheit auch modernisiert wird. Die Wärmeübergabe soll teilweise über Flächenheizung sowie teilweises über Heizkörper erfolgen. Die System-Temperatur weicht von den Angaben in der DIN V 4701, Teil 10 ab - beispielsweise 45/35 statt 55/45 oder 35/28. Es stellt sich die Frage, wie die Heizungsanlage für die Berechnung des EnEV-Nachweises bewertet wird.

EnEV-Nachweis für neues Wohnhaus: DIN 4108-6 / DIN 4701-10 anwenden bei genauen Rohrnetzlängen für Heizwärme- und Warmwasserverteilung - muss die Planerin das Referenzgebäude in diesem Fall auch mit den "kürzeren" Rohrleitungslängen des tatsächlichen Gebäudes berechnen, dass heißt, die vom Programm erzeugte Referenzberechnung korrigieren? Oder ist es bei der Nachweis-Ausstellung erlaubt sich bei der Berechnung diesen Vorteil zunutze zu machen?

EnEV-Nachweis für neuen Lebensmittelmarkt größtenteils mit industrieller Abwärme aus Kälteanlage beheizt - Der Großteil der Beheizung - ca.60 Prozent (%) – soll über die industrielle Abwärme der Kälteanlage für die Kühlräume erfolgen. Der restliche Heizwärmebedarf soll über zwei Luftwärmepumpenverdampfer gedeckt werden. Für die Berücksichtigung der industriellen Abwärme hat die Planerin keine Angaben zu dem Primärenergiefaktor gefunden. Welchen Primärenergiefaktor muss die Planerin bei der Nachweis-Berechnung für die Beheizung durch industrielle Abwärme berücksichtigen?

EnEV-Nachweis für neues Fachmarktzentrum mit Rampen- und Dachrinnenheizung als Frostschutz - Eine Architektin erstellt für ein neues Fachmarktzentrum den Energieausweis als Nachweis gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Dabei wendet sie auch die Normenreihe DIN V 18599 (Energetische Bewertung von Gebäuden) an. Der Bauherr wünscht, dass die Rampe zum Parkdeck des Zentrums und die Dachrinnen frostfrei bleiben, d.h. dass sie bei Bedarf beheizt werden. Es stellt sich die Frage, ob und wie der Heizwärmebedarf für diese Frostschutzeinrichtungen – Rampen- und Dachrinnenheizung – in die Energiebilanz für den EnEV-Nachweis mit einfließen und wie diese Techniken gegebenenfalls in die Berechungen nach DIN V 18599 einzugeben sind.

Energieausweis für drei neue Mehrfamilienhäuser mit gemeinsamer Heizung im mittleren Wohnhaus erstellen - Die drei Wohngebäude sind dabei als Reihenhäuser zu betrachten. Ihre Trennwände stehen etwas versetzt zueinander. Die Kellergeschosse sind beheizt und sollen teilweise zu Wohnzwecken genutzt werden. Im Kellergeschoss des mittleren Wohngebäudes ist die gemeinsame Heizung und Warmwassererwärmung installiert. Sie umfasst eine Sole-/Wasser-Wärmepumpe, eine Solaranlage sowie einen Gas-Brennwertkessel für die Spitzenlasten. Es stellt sich die Frage, wie diese Anlagentechnik in den Berechnungen für den Energieausweis berücksichtigt wird.

Wohnhaus Baujahr 1987 mit Ytong-Außenwänden energetisch sanieren mit wirtschaftlichen Maßnahmen - Der Putz ist stellenweise gerissen, löchrig, oder bröckelt ab. Die Holzprofile sind stark verwittert und ein Drittel davon weist hässliche Spuren von einer Efeu-Pflanze auf. Nach den Berechnungen unseres Fragestellers müsste er eine 10 cm dicke Dämmschicht in die Außenwände einplanen um die Anforderungen der EnEV 2009 zu erreichen. Die Investition für die gesamten Sanierungsmaßnahmen würde sich auf 40.000 Euro belaufen. Es stellt sich die Frage ob der Fachmann aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen in diesem Fall die EnEV-Vorgaben nicht umgehen kann oder ob ihm ein Bußgeld droht, wenn er den geforderten Wärmeschutz nicht erreicht.

Einfamilienhaus – Kellerdecke und Außenwände bei Sanierung zum KfW-Energieeffizienzhaus dämmen - Ist es zulässig die Kellerdecke und die Außenwand des Bestandsgebäudes jeweils weniger zu dämmen als es die EnEV fordert, wenn das sanierte Wohnhaus trotzdem den angestrebten Standard eines KfW-Effizienzhauses erreicht? Muss der Planer diese Ausnahme speziell begründen? Welche Angaben und Erklärungen müsste in diesem Fall die Unternehmererklärung gemäß § 26a (Private Nachweise) umfassen?

Der Unterschied zwischen „Dachflächenfenster“ und „Glasdach“ in Gebäuden im Sinne der EnEV 2009 - Unserem Fragesteller fiel auf, dass der Unterschied zwischen „Dachflächenfenster“ und „Glasdach“ weder in der EnEV selbst, noch in den offiziellen Auslegungen definiert ist. Es stellt sich die Frage wie „Dachflächenfenster“ von „Glasdächern“ im Sinne der EnEV zu unterscheiden sind – sowohl für die Ausführung des Referenzgebäudes, als auch für die Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) bei erstmaligem Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen im Bestand.

Lichtemittierende Dioden - LED-Leuchtmittel - als Beleuchtung im EnEV-Nachweis für Nichtwohnbau - Ein Diplomingenieur erstellt für Nichtwohngebäude auch Nachweise nach der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009). Er bearbeitet häufig Bauvorhaben bei denen diese Bauten durch LED-Leuchtmittel beleuchtet werden. Die DIN V 18599 (Energiebewertung von Gebäuden), Teil 4 (Nutz- und Endenergiebedarf für Beleuchtung) sieht diesen Lampentyp jedoch nicht vor und die EnEV-Software - mit der unser Fragesteller arbeitet - erlaubt ihm auch nicht den Lampentyp manuell einzugeben. Es stellt sich die Fragen welcher Lampentyp der Planer in der energetischen Bilanzierung nach DIN V 18599 vergleichend angeben könnte, um einen realistischen Ansatz zu gewährleisten.

EnEV-Nachweise für Wohnhaus-Erweiterungen: Anbau mit offener Diele und Bad zum Bestandsbau; Dachaufstockung mit offenem Treppenhaus zum Altbau - Für die Nachweis-Berechnungen muss der Fachmann die Systemgrenze zwischen dem neuen und dem bestehenden Gebäudeteil berücksichtigen. In den beiden Fällen entsteht jedoch durch die Erweiterung auch ein Raumverbund, der sich sowohl über den alten als auch den neuen Gebäudeteil erstreckt: bei dem Anbau ist es die Diele und das Bad und bei der Dachaufstockung ist es das offene Treppenhaus. Es stellt sich die Frage wie in diesen beiden Fällen die Systemgrenze für die Nachweis-Berechnungen verläuft.

Anlagentechnik des Referenzgebäudes für Warmwasser bei Nachweis-Berechnung für KfW-Effizienzhaus 100 - Der Auftraggeber möchte die bestehende Wärmepumpe für die Erwärmung des Trinkwassers (TWW-Wärmepumpe) im Wohnhaus auch weiterhin nutzen. Das Referenz-Wohngebäude gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) sieht jedoch für die Erwärmung des Trinkwassers (Zeile 6) keine TWW-Wärmepumpe vor. Es stellt sich die Frage, mit welchen Angaben der Fachmann den Primärenergiebedarf berechnen soll.

Normgerechtes Lüftungskonzept und Wohnungslüftung für energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus - Zu den technischen Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses gehören auch „…spezielle Detailplanungen, insbesondere Luftdichtheitskonzept und Lüftungskonzept beim Einbau einer Lüftungsanlage…“ Als relevante Norm für die Ausarbeitung eines Lüftungskonzeptes gilt die DIN 1946-6 (Wohnungslüftung). Für die Ausarbeitung des Lüftungskonzeptes nutzt unser Fragesteller eine spezielle Software. Es stellt sich die Frage, ob nur ein Vollgeschoss als Höhe gilt oder ob die Giebelhöhe berücksichtigt wird.

Bürogebäude, Lager- und Produktionshalle sanieren: Anforderungen der EnEV und des EEWärmeG erfüllen - Die baulichen Sanierungsmaßnahmen betreffen sowohl die Fenster als auch die Dächer des Baukomplexes. Die Anlagentechnik soll durch einen neuen Ölbrenner saniert werden sowie durch die Dämmung der Heizverteil-Leitungen und der Regelung durch Thermostate und Nachtabsenkung. Es stellt sich die Frage, welche Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG 2011) bei dieser Sanierung greifen.

Geltende EnEV-Fassung bei baugenehmigungsfreier Montage eines Wintergartens im Wohnbestand - Am 5. und 6. November 2009 montierte das Bauunternehmen die Elemente und erstellte somit den Wintergarten. Inzwischen war am 1. Oktober 2009 die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) in Kraft getreten. Sie fordert besser gedämmte Außenbauteile bei Änderungen im Bestand, als die vorhergehende EnEV 2007. Der Kunde bezweifelt inzwischen, ob der Wärmeschutz der Wintergarten-Elemente den EnEV-Vorgaben entspricht. Es stellt sich die Frage welche EnEV-Fassung in diesem Fall gilt.

Wandkopf einer Wohnungstrennwand in Neubau planen im Hinblick auf den Wärme-, Brand- und Schallschutz - Ein Diplomingenieur begleitet den Bau eines neu zu errichtenden Wohnhauses und soll auch den Energieausweis als Nachweis gemäß EnEV 2009 erstellen. Im Hinblick auf den Brandschutz sollen die Schalen einer zweischaligen Wohnungstrennwand bis unter die Dachhaut geführt werden. Dadurch entstünde jedoch aus der Sicht unseres Fragestellers eine Wärmebrücke, die zu Schimmelbildung beispielsweise im Bad unter der Dachschräge führen könnte. Es stellt sich die Frage wie der Wandkopf einer zweischaligen Wohnungstrennwand im Hinblick auf Brandschutz-, Schallschutz- und Wärmeschutzvorschriften auszubilden ist.

Primärenergiefaktor für Biomethan (Bioerdgas) bei Fern-/Nahwärmebezug durch Contracting-Anlagen - Kann bei der Berechnung des Primärenergiebedarfes gemäß EnEV 2009 der zertifizierte Primärenergiefaktor des Fernwärme-Versorgers bzw. Contractors verwendet werden, auch wenn bei diesem für Biomethan der fp -Wert 0,5 angesetzt wurde? Oder gelten im Umkehrschluss die Sätze 3 - 5 der Nummer 2.1.1 in Anlage 1 der EnEV 2009 nur für diejenigen Anlagen, die vom Bauherrn betrieben werden?

Bürocontainer als Rückbaumaßnahme einer Hochschule – Anforderungen des EEWärmegesetzes 2011 - Die Beheizung der Bürocontainer erfolgt über eine Gasheizung. Die zurzeit gültige EnEV 2009 wird von diesen Bürocontainern erfüllt. Die Gesamtfläche der Bürocontainer beträgt erheblich mehr als 50 Quadratmeter (m²). Es stellt sich die Frage ob die Container unter das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011) fallen angesichts der Tatsache, dass sie dazu bestimmt, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden, jedoch länger als zwei Jahre genutzt werden.

Praxishilfen zu den Nachrüstpflichten nach EnEV 2009 im Baubestand - Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) fordert im § 10 (Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden), dass die Eigentümer von Bestandsbauten ggf. ihre alte Heizungen ersetzen, die warmen Leitungen dämmen, Regler installieren und die ungedämmten Decken über den beheizten Räumen dämmen oder die darüber liegenden ungedämmten Dächer zu dämmen. Die betroffenen Eigentümer müssen dabei auch die Fristen einhalten, welche die EnEV für sie verbindlich festsetzt. In EnEV-online finden Sie dazu vielfältige Praxishilfen.

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